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Tannenberg

Erich Ludendorff leitete die Befreiungsschlacht bei Tannenberg gegen eine russische Übermacht zweier Armeen und befreite mit seiner zahlenmäßig weit unterlegenen Armee Ostpreußen und damit das Deutsche Reich vor der Zermalmung. Die Gegner deutscher Volkskraft versuchen die Leistung andern zuzuschreiben bzw. kleinzureden. Doch lesen wir beim „Reichsarchiv“ über die Schlacht:

Nach Leipzig, Metz und Sedan steht Tannenberg als die größte Einkreisungs-schlacht da, die die Weltgeschichte kennt. Sie wurde im Gegensatz zu diesen gegen einen an Zahl überlegenen Feind geschlagen, während gleichzeitig beide Flanken von weiter Übermacht bedroht waren.

Die Kriegsgeschichte hat kein Beispiel einer ähnlichen Leistung aufzuweisen – bei Cannae fehlte die Rückenbedrohung.

Welcher Deutsche ist sich heute dieser Großtat bewußt? Und was geschah bei Cannae, das Ludendorff bei Tannenberg noch überbot? Ludendorff:

Hannibal (Mommsen)

Cannae war jene Schlacht, in welcher der große karthagische Feldherr und Staatsmann Hannibal … im Jahre 216 vor Beginn unserer Zeitrechnung

Rom geschlagen hat. Rom war dabei, seine Herrschaft auszudehnen, und war damit schon weit gekommen.

 

Römische Eroberungen (Wikipedia)

Da faßte der karthagische Feldherr Hannibal den Entschluß, Rom in seine Grenzen zu verweisen. Das war und ist im Sinne der freien Völker eine nur zu willkommene Großtat.

 

Karthago (Wikipedia)

Hannibal

(so Hartwig A. Vogelsberger in seiner Biografie „Hannibal“, München 1996)

… war daran gelegen, so schnell wie möglich voranzukommen, das unerschlossene, wahr-scheinlich schneebedeckte gefährliche und zumindest für große Heeresverbände als un-passierbar geltende Hochgebirge im Eil-marsch zu überwinden, um schließlich die Römer durch sein überraschendes Auftau-chen in der Poebene zu überrumpeln und aus dem Konzept zu bringen.

Hannibals Armee (geo.de)

Tatsächlich sollte die unmöglich scheinende Operation gelingen. In nur fünf Monaten wollte Hannibal nach einem 1500 Kilometer langen von Entbehrungen, dem Kampf gegen fremde Völker, Wind, Wetter, Schnee und Eis gepräg-ten Marsch in Oberitalien stehen.

Der Weg ging vom spanischen Teil Karthagos an der Küste entlang nach Nordwesten auf Rom zu. Die Überraschung gelang. Rom war ahnungslos, und der Entsetzensruf

„Hannibal ante portas“

gellte durch Rom. Wer hätte auch jemals gedacht, daß ein solcher Heereszug überhaupt möglich sein könnte.

 

Route des Heereszuges Hannibals (reddit)

Vogelsberger:

In der Ebene angelangt, ließ Hannibal zum Halt blasen. Er rastete drei Tage lang und zog Bilanz. Alle 37 Dickhäuter hatten den Alpen-marsch überlebt. Doch der Verlust an Men-schen … war gewaltig: Hannibal verblieben nur noch 26.000 Mann … 

Die Kämpfe in den Bergen und die Unglücks-fälle beim Abstieg hatten einen fürchterlichen Tribut gefordert. 20.000 Mann hatten den langen Marsch nicht überlebt, waren Opfer feindlicher Übergriffe geworden oder lagen in den eisigen Schluchten der Alpen …

Einzig und allein der unglaublichen Willens-kraft und dem immensen Durchhaltever-mögen dieses unbeugsamen zu allem ent-schlossenen Mannes war es zuzuschreiben, daß das undurchführbar scheinende Unter-nehmen geglückt war. Nun stand der karthagische Löwe in Oberitalien …

Ludendorff, der Sieger von Tannenberg (Gemälde von Hugo Vogel)

Bei Cannae fand dann im Jahre 216 vor unserer Zeitrechnung die berühmte Schlacht statt, die Hannibal siegreich beendete.

Mit ihr verglichen also war die Leistung der Schlacht Ludendorffs bei Tannenberg noch überlegen. Das Reichsarchiv:

Die Kriegsgeschichte hat kein Beispiel einer ähnlichen Lei-stung aufzuweisen – bei Cannae fehlte die Rücken-bedrohung.

Ostpreußen und damit Deutschland waren zunächst gerettet.  Mit einer Niedertracht sondergleichen, wie sie die Unterhändler von Versailles an den Tag legten auf die Waffenstillstandsverhandlungen, die Deutschland aus überlegener Lage heraus angeboten hatte, hatte kein anständiger Mensch gerechnet.

So ging das Deutsche Reich aus seiner Lage als „im Felde unbesiegt“, aber um seine Selbsterhaltung betrogen und trotz außergewöhnlicher Leistung von Feldherr und Heer aus diesem Krieg hervor.

Es folgten Gebietsabtretungen, Hungersnot, Aus-rufung der „Republik“ durch die Linke aus selbst-angemaßter Autorität, die von Linken erlogene „Abdankung“ des Kaisers … In der Weimarer Republik zu überleben, gelang vielen Deutschen nicht.

Nicht anders Hannibal – Ludendorff:

Hannibal, der, später von seiner Heimat im Stich gelassen wurde und von seinen un-dankbaren Landsleuten ausgewiesen, in fremdem Lande, verfolgt von Römern, den Freitod wählte … 

Die weniger begabten, wenig hochherzigen Volksgenossen wissen nicht, was für sie geleistet wurde.

 

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