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Ernst Cran

der auch in diesem Jahr wieder in alter Treue seine Gedenkansprache in Betzheim halten wird.

Hier bei Adelinde sei zur Erinnerung an den alliierten Völkermord an Millionen Deutschen nach Ende des 2. Weltkrieges aufgezeigt, was teuflische Menschen Hunderttausenden Deutschen angetan haben.

Ihre Grausamkeit zeigte sich jedoch gleichfalls in anderen Teilen Europas und der Sowjetunion, und das einer Nation gegenüber, deren Führung auf sie mit vielerlei Friedensvorschlägen und eigenen Vorgaben zugekommen war, ohne je überhaupt einer Antwort gewürdigt zu werden.

Wie konnte es zu dem sie alle gegen uns verbindenden Haß kommen, wer war da die führende, treibende Kraft? Doch nun zu den unsäglichen Rheinwiesenlagern!

http://www.rheinwiesenlager.de/

Die Zustände in den Lagern

dürften hinreichend bekannt sein, dennoch seien die wichtigsten Fakten wiederholt:

– Die Gefangenen werden weder bei Einlie-ferung noch während des Aufenthaltes registriert.

– Die Lager werden von allen Seiten bewacht, nachts mit Flutlicht. Fluchtversuche haben sofortige Erschießung zur Folge.

– Zuweilen wird auch ohne ersichtlichen Anlaß in die Menge der Gefangenen geschossen.

Lagergelände in den Rheinwiesen.

Auch Frauen waren unter den Gefangenen.

Die Gefangenen hausen trotz Kälte, Regen und Schneeregen ohne Obdach auf nacktem Boden, der sich mit der Zeit in eine uner-gründliche Schlammwüste verwandelt.

Unterkünfte zu errichten ist verboten. Zelte werden nicht ausgegeben, obwohl sie in den Depots der deutschen Wehrmacht und in denen der US-Armee reichlich vorhanden sind.

In den Rheinwiesen gefangen

Die Gefangenen graben sich Erdlöcher, um vor der schlimmsten Kälte geschützt zu sein. Auch das wird immer wieder untersagt, so daß  die Gefangenen  oft gezwungen sind, die Erdlöcher zuzuschütten.

Es geschieht, daß Bulldozer durch die Lager fahren und Erdlöcher samt den darin vegetierenden Gefangenen zuwalzen!

Waschgelegenheiten fehlen. Latrinen, über Gruben gelegte Balken, werden meist in der Nähe der  Zäune angelegt, so daß die diesbezüglichen Vorgänge von außen einsehbar sind.

Während der ersten Zeit gibt es weder Nah-rung noch Wasser, obwohl die erwähnten deutschen und amerikanischen Depots überreich mit Vorräten gefüllt sind und der Rhein Hochwasserstand hat.

Um die  deutschen Depots zu leeren, werden sie der Bevölkerung zur Plünderung überlassen.

Später erhalten die Gefangenen aus den US-Vorräten: Eipulver, Milchpulver, Kekse. Blockschokolade, Kaffeepulver, jedoch noch immer kaum Wasser, so daß zu dem Hunger schwere Darmerkrankungen hinzukommen.

Die Gefangenen haben keinerlei Verbindung zur Außenwelt, Postverkehr findet nicht statt.

Der Bevölkerung ist bei Todesstrafe verboten, die Gefangenen mit Nahrung zu versorgen.

Die deutschen Behörden werden angewiesen, die Bevölkerung entsprechend zu instruieren.

Wer dennoch versucht, den hungernden Gefangenen über den Lagerzaun etwas zukommen zu lassen, wird vertrieben oder erschossen.

Das Internationale Rote Kreuz hat keinen Zutritt zu den Lagern. Nahrungsmittel und Hilfsgüter, welche das Schweizer Rote Kreuz in Eisenbahnwaggons an den Rhein trans-portieren läßt, werden auf Befehl Eisenhowers zurückgeschickt.

Schwerkranke und Sterbende werden unzu-reichend oder überhaupt nicht versorgt, während nahe gelegene Krankenhäuser und Lazarette ungenutzt bleiben.

Als Wachpersonal werden z. T. entlassenen Fremdarbeiter eingestellt.

Lagerpolizei besteht u. a. aus ehemaligen Häftlingen der Wehrmacht, z. B. aus den Häftlingen des deutschen Militärzuchthauses Torgau.  Willkürliche Mißhandlungen der Gefangenen sind an der Tagesordnung. Es wird ihnen kein Einhalt geboten.

Zur umfassenden Information über die „Rheinwiesenlager“ sei auf das  Standardwerk des Kanadiers  James Bacque, Der geplante Tod,  8. Auflage, Berlin, 1999, hingewiesen.

Zwei von Bacque zitierte Erlebnisberichte mögen die Zustände in den Rheinwiesen-lagern noch verdeutlichen.

Ein  Amerikaner berichtet:

Der 30. April (1945) war ein stürmischer Tag. Regen, Schneeregen und Schnee wechselten sich ab, ein bis auf die Knochen durchdrin-gender kalter Wind fegte von Norden her über die Ebenen  des Rheintals dorthin, wo sich (das Lager) befand.

Eng zusammengedrängt, um sich gegenseitig zu wärmen, bot sich den Blicken auf der an-deren Seite des Stacheldrahts ein tief erschreckender Anblick dar:

Nahezu 100.000 ausgemergelte, apathische, schmutzige, hagere Männer mit leerem Blick, bekleidet mit schmutzigen, feldgrauen Uni-formen, knöcheltief im Schlamm stehend.

Hier und da sah man schmutzig weiße Flecken. Bei genauerem Hinsehen erkannte man, daß es sich um Männer mit verbunde-nem Kopf und verbundenen Armen handelte, oder Männer, die da in Hemdsärmeln standen!

Der deutsche Divisionskommandeur berich-tete, daß die Männer seit mindestens zwei Tagen noch nichts gegessen hätten und daß die Beschaffung von Wasser ein Hauptpro-blem sei – dabei war der Rhein, der hohen Wasserstand führte, nur 200 Meter entfernt.

(zitiert nach James Bacque, a.a.O., S. 51 f.)

Ein Gefangener berichtet:

„Im April wurden Hunderttausende von deutschen Soldaten sowie Kranke aus Hospitälern, Amputierte, weibliche Hilfskräfte und Zivilisten gefangenge-nommen …

Ein Lagerinsasse von Rheinberg war über 80 Jahre alt, ein anderer war neun Jahre alt. … andauernder Hunger und quälen-der Durst waren ihre Begleiter, und sie starben an Ruhr.

Ein grausamer Himmel übergoß sie Wo-che für Woche mit strömendem Regen. … Amputierte schlitterten wie Amphibien durch den Matsch, durchnäßt und frö-stelnd. … Ohne Obdach tagaus, tagein und Nacht für Nacht lagen sie entmutigt im Sand von Rheinberg oder sie entschlie-fen in ihren zusammenfallenden Löchern. …“

(Heinz Janssen, Kriegsgefangener in Rheinberg, zitiert nach James Baque a.a.O., S. 52)

Ein Augenzeuge aus USA berichtet:

http://www.the7thfire.com/Politics%20and%20History/us_war_crimes/Eisenhowers_death_camps.htm

„In late March or early April, 1945, I was sent to guard a POW* camp near Andernach along the Rhine. I had four years of high school German, so I was able to talk to the prisoners, although this was forbidden. Gradually, however, I was used as an interpreter and asked to ferret out members of the S.S. (I found none.)“

*POW = Prisoner of War

Zu Deutsch (wie auch das folgende Englisch-Sprachige hier übersetzt erscheint):

„Ende März oder Anfang April 1945 wurde ich zur Bewachung eines Kriegs-gefangenenlagers bei Andernach am Rhein abkommandiert. Da ich vier Jahre lang Deutsch in der Schule gelernt hatte, konnte ich mich mit den Gefangenen unterhalten, obwohl dies verboten war. Nach und nach wurde ich jedoch als Dolmetscher eingesetzt und beauftragt, SS-Mitglieder aufzuspüren. (Ich fand keine.)“

Hausen in den Rheinwiesen

„In Andernach wurden etwa 50.000 Ge-fangene jeden Alters auf einem offenen Feld, umgeben von Stacheldraht, festge-halten. Die Frauen waren in einem sepa-raten Gehege untergebracht, das ich erst später sah.

Die Männer, die ich bewachte, hatten weder Schutz noch Decken; viele trugen keine Mäntel. Sie schliefen im Schlamm, naß und kalt, und ihre Exkremente konn-ten nur in notdürftigen Gräben entsorgt werden.

Es war ein kalter, nasser Frühling, und allein die Entbehrungen in ihrem Körper zeugten von ihrem Elend.

Noch schockierender war es, die Gefan-genen dabei zu beobachten, wie sie Gras und Unkraut in eine Blechdose mit dün-ner Suppe warfen. Sie sagten mir, sie täten dies, um ihren Hunger zu lindern.

Schnell magerten sie ab. Die Ruhr wütete, und bald schliefen sie in ihren eigenen Exkrementen, zu schwach und zu eng beieinander, um die Schützengräben zu erreichen.

Viele bettelten um Essen, wurden krank und starben vor unseren Augen. Wir hatten reichlich Lebensmittel und Vor-räte, taten aber nichts, um ihnen zu helfen, auch keine medizinische Versorgung.

Empört protestierte ich bei meinen Offizieren, stieß aber auf Feindseligkeit oder gleichgültige Gleichgültigkeit. Auf Nachfrage erklärten sie, sie stünden unter striktem Befehl von „höheren Stellen“.

Kein Offizier würde es wagen, 50.000 Mann so zu behandeln, wenn er es für „unangemessen“ hielte, und sich damit angreifbar machen.

Da ich erkannte, daß meine Proteste sinnlos waren, fragte ich einen Freund, der in der Küche arbeitete, ob er mir etwas Essen für die Gefangenen zu-stecken könne. Auch er sagte, sie stünden unter striktem Befehl, die Lebensmittel der Gefangenen stark zu rationieren, und daß diese Befehle von „weiter oben“ kämen.

Aber er sagte, sie hätten mehr Nahrung als sie wüßten, was damit zu tun sei, und wollten mir einige zustecken …

Als ich den Gefangenen das Essen über den Stacheldraht warf, wurde ich er-wischt und mit Gefängnis bedroht. Ich wiederholte den „Vorwurf“, woraufhin ein Offizier wütend drohte, mich zu erschießen.

Ich hielt das für einen Bluff, bis ich auf einem Hügel oberhalb des Rheins einem Hauptmann begegnete, der mit seiner 45er Pistole auf eine Gruppe deutscher Zivilistinnen schoß. Auf meine Frage „Warum?“ murmelte er „Zielübung“ und feuerte, bis seine Pistole leer war.

Ich sah die Frauen in Deckung rennen, konnte aber aus dieser Entfernung nicht erkennen, ob jemand getroffen worden war.

… Die Fakten zeigen, daß die Zustände in den Rheinwiesenlagern nicht  auf dem oft behaupteten Unvermögen der Amerika-ner beruhen, mit der Masse der Gefan-genen fertigzuwerden. Die Zustände samt  dem zwangsläufig  daraus resultierenden sind gewollt.“

James Bacque bestätigt,  daß  General Dwight Eisenhower  für die Zustände verantwortlich war:

„Die Verantwortung für die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen in ame-rikanischer Hand lag bei den Kommandeuren der US Army in Europa, untergeordnet nur der politischen Kontrolle durch die Regierung. Alle Entscheidungen über Gefangenenbehandlung wurden tat-sächlich allein von der US Army in Europa getroffen …“

(Bacque, a.a.O., S. 45)

Dr. Ernest F. Fisher jun., Oberst der Armee der Vereinigten Staaten von Amerika, schreibt:

„Eisenhowers Haß, toleriert von einer ihm gefügigen Militärbürokratie, erzeugte diesen Horror der Todeslager, der mit nichts in der amerikanischen Militärge-schichte vergleichbar ist. Angesichts der katastrophalen Folgen dieses Hasses ist die lässige Gleichgültigkeit, die die SHAEF-Offiziere (des Hauptquartiers der alliierten Expeditionskräfte) an den Tag legten, die schmerzlichste Seite der amerikanischen Verstrickung.“

(zitiert nach Bacque, a.a.O., S. 17)

Im Juli 1945 werden mit Einrichtung der Besatzungszonen die Rheinwiesenlager je nach ihrer Lage den Briten oder den Fran-zosen übergeben. Die Briten versuchen, die Versorgung der Gefangenen zu bessern. Die Franzosen bessern nichts, sondern begin-nen, die  noch arbeitsfähigen Männer zur Zwangsarbeit nach Frankreich abzutrans-portieren. Die wenigsten kehren zurück …

Kurz gesagt: Hier liegt ein geplanter grausamer Völkermord vor, bei dem einem Sterben des Kriegsgegners durch Unterlassen von Hilfe, ja Tötung von Hilfswilligen nachgeholfen und kalt zugesehen wird.

Und solche Leute saßen dann in Nürnberg zu „Gericht“ über führende Vertreter einer fried-liebenden Nation. (Adelinde)

 

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