Hitlers Pläne für einen Deutschen Senat und einen Deutschen Volkskongreß
Mittwoch, 22. Juli 2026 von Adelinde |
Thomas Engelhardt
zum Staatsverständnis Adolf Hitlers, seine Pläne für einen Deutschen Senat und einen Deutschen Volks-kongreß
Auch und vor allem in unserem politischen Lager der Volkstreuen und Nationalen sind hinsichtlich der Persönlichkeit Adolf Hitlers und seines eigentlichen politischen Wollens Fehlurteile und Nichtwissen leider verbreitet.
Das soll keine verallgemeinernde Kritik und auch kein Vorwurf sein. Die heutige Genera-tion ist die dritte nach Kriegsende. Seit drei Generationen wurde (und wird) der histori-sche deutsche Nationalsozialismus aus einer Perspektive betrachtet und nachträglich bewertet, die erheblich von dem nach 1945 dominierenden Zeitgeist geprägt und beeinflußt ist.
Am ehesten nähert man sich dem histori-schen Nationalsozialismus, indem man sich der national-sozialistischen Primärliteratur zuwendet. Das aber stößt sehr oft auf verschiedenste Hindernisse.
Das Gros der Interessierten wendet sich daher der nach 1945 erschienenen von Vertretern der Erlebnisgeneration verfaßten zeitgeschichtlichen Literatur zu.
Aber auch hier gilt es, Spreu und Weizen zu trennen. Nicht alle, die nach 1945 über das nationalsozialistische Deutschland schrieben, waren in ihrem Bemühen objektiv, sondern ließen subjektive Bewertungen einfließen.
Dies führte nicht selten zu Verzerrungen und Falschdarstellungen. Zu berücksichtigen ist, daß der Kreis derjenigen, die unmittelbaren Zugang zu Hitler hatten, relativ begrenzt war.
Und die, die in seinem unmittelbaren Umfeld tätig waren, waren durchaus nicht in jedem Fall in alle Vorgänge geschweige alle Gedan-ken und Vorstellungen Adolf Hitlers eingeweiht.
Die Deutschen vor 1945 haben seine wahre Bedeutung nicht wirklich erkannt, und die heutigen Bundesdeutschen sind ahnungslos.
Von Hitler selbst sind die folgenden Zitate überliefert:
„Ich weiß, daß ich es nicht bin. Ich bin nur der, der es macht, weil der Andere noch ausbleibt und weil sonst niemand sich hergibt und weil keine Zeit mehr verloren gehen darf von dem, was fort-während geschieht oder sich vorbereitet. Ich bin es nicht.“ [Adolf Hitler im Jahr 1928 zu Hans Grimm[1] in Lippoldsberg][2]
„Ihr wißt nichts von mir, meine Partei-genossen haben keine Ahnung von den Träumen, die mich bewegen und von dem grandiosen Gebäude, dessen Grundmauern zumindest stehen werden, wenn ich sterbe. Es wird sich eine Um-wälzung auf der Erde vollziehen, die ihr, die Nicht-Eingeweihten, nicht verstehen könnt.
Das, was hier vor sich geht, ist mehr als das Heraufkommen einer neuen Weltan-schauung und Religion, es ist der Wille zu einer neuen Menschenschöpfung.“ (HITLER, 1935).[3]
(aus einem Gespräch A. Hitlers mit Hermann Rauschning[4], wiedergegeben in: Hermann Rauschning: Gespräche mit Hitler. Europa Verlag, Zürich 1973)
Ebenso zitiert in: Russel McCloude in „Die Schwarze Sonne von Tashi Lhunpo“, Vilsibiburg-Wölfau, 1991.
NB. Diese Aussage Hitlers gilt heute als nicht belegt, weil dem Autor Hermann Rauschning allerdings erst wesentlich später (Mitte der 1980er- Jahre) Fälschungsabsichten unter-stellt werden und die Aussagen Hitlers als nicht authentisch gelten. Andere Gesprächs-partner Hiters haben diese Gedanken des Führers und Reichskanzlers jedoch bestätigt.
Weiterführend hierzu insbesondere:
(1) Werner Jochmann (Hrsg.): Adolf Hitler. Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. Aufgezeichnet von Heinrich Heim. München: Orbis Verlag 2000
(2) Heinrich Heim: Adolf Hitler. Monologe im Führerhauptquartier 1941–1944. Hamburg: Knaus-Verlag 1980 (sowie im Wilhelm Heyne Verlag 1982).[5]
Ein weiterer Hinweis: „Feldherr bin ich wider Willen“ (Rudolf Augstein über die „Monologe im Führerhauptquartier“. In: Der Spiegel Nr. 10/1980 (2.03.1980)[6]:
sowie
(3) Henry Picker: Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941–1942. Bonn: Athenäum-Verlag 1951 (vollständig über-arbeitete u. erweiterte Neuausgabe mit bisher unbekannten Selbstzeugnissen Adolf Hitlers), Stuttgart 1983; ebenso: Berlin: Propyläen- Verlag 2003.
Nachtrag:
Dr. Henry Picker[7] (1912- 1988) war (in Vertretung von Heinrich Heim) Protokoll-führer der Tischgespräche Adolf Hitlers.Heinrich Heim (1900- 1988)[8] war Adjutant von Martin Bormann und hauptverantwortlich für die Anfertigung der Gesprächsprotokolle Adolf Hitlers.
„Der Nationalsozialismus ist tot. Vielleicht wird in hundert Jahren einmal eine ähnliche Idee entstehen, mit der Kraft einer Religion, die über die ganze Welt geht.
Aber Deutschland ist verloren. Es war wohl nicht reif genug und nicht stark genug für die Aufgabe, die ich ihm zugedacht hatte.“ (A. Hitler, Berlin, 28.04.1945)
(Adolf Hitler im Gespräch mit seiner Sekre-tärin Traudl Junge[9] in Vorbereitung der Abfassung seiner drei Testamente) (mir als Kopie vorliegend, Th.E.).
Deutlich werden soll, daß gemäß der alten Weisheit, jeder Mensch sei eine Welt für sich, auch das Denken Adolf Hitlers seiner dama-ligen Umgebung und seinem Umfeld kaum wirklich bekannt und noch weniger ver-ständlich gewesen sein dürfte.
Nicht oder doch nur wenigen Personen bekannt waren seine Vorstellungen für die Zeit nach seinem Ableben. Seiner Vorstellung gemäß sollte das Reich nicht von einem nachfolgenden Führer und Reichskanzler regiert werden.
An seiner Stelle sollte die Verantwortung von einem Triumvirat übernommen werden. Diese Konstellation schien ihm am geeignetsten, die offensichtlichen Machtkonflikte, die seiner Meinung nach nach seinem Ableben an Brisanz zunehmen würden, abzumildern und quasi einzukapseln.
Diese Gedanken entwickelte er unter Zu-grundelegung der Tatsache, daß zu Beginn der 1940er-Jahre mehrere Machtsäulen im Reich miteinander konkurrierten:
Da war zum einen die schwerfällige mini-sterielle Verwaltung und die Administration in den noch bestehenden Ländern und den neu geschaffenen Reichsgauen.
In der Kriegszeit dominierte die Deutsche Wehrmacht, deren Vertreter eigene Vorstel-lungen für die Verwaltung und Gestaltung der Neuen Deutschen Ostgebiete entwickelt hatten.
Als neuer bedeutender Machtblock hatte sich die SS entwickelt, die zunehmend ein Eigen-leben entwickelt hatte und sogar wesentli-chen Einfluß auf die Kriegswaffenentwicklung und Rüstungsindustrie gewinnen konnte.
Einige der Gauleiter hatten ein Eigenleben entwickelt und gebärdeten sich als kleine regionale Herrscher. Andere hatten an Macht und Einfluß in einem Maße gewonnen, das ursprünglich nicht vorgesehen war.[10]
Hitler war klar geworden, daß eine einzelne Führungsperson kaum oder doch nur schwer in der Lage sein würde, einen entsprechenden Interessenausgleich zu ermöglichen und einen politischen Konsens herbeizuführen.
Aus diesem Grund entwickelte er bereits Ende der 1930er-Jahre den Plan, die Bevölkerung des Reiches direkt in die politische Willens-bildung einzubeziehen und, ohne die aus der Weimarer Zeit bekannten parlamentarischen Auswüchse zu wiederholen, basisdemokra-tische Prinzipien anwendend, einen Deut-schen Volkskongreß zu begründen, der aber lediglich beratend, nicht gesetzgebend tätig werden sollte.
Diesem Volkskongreß zur Seite stehen sollte als Zweite Kammer der Deutsche Senat. Beide Gremien sollten ihren Sitz aber künftig nicht etwa in der Reichshauptstadt, sondern in der Hauptstadt der Bewegung in München haben.
Der Deutsche Senat sollte sich aus 40 Mitgliedern zusammensetzen. Für den Deutschen Volkskongreß waren 700 Angehörige vorgesehen. Der geplante Volkskongreß sollte sein Domizil im Kongreßsaal des Führerbaus in München haben.
Der Führerbau wurde in den Jahren 1933 bis 1937 nach Plänen des Architekten Paul Ludwig Troost in der Arcisstraße 12 in München errichtet.[11] für den Diktator. Die ersten Planungen für den Führerbau stammten jedoch aus dem Jahr 1931.
Troosts Mitarbeiter Leonhard Gall übernahm nach Troosts Tod im Januar 1934 dessen Architektur-Büro und leitete die Fertigstel-lung des Führerbaus. Der Kongreßsaal be-stand aus einem mächtigen Halbrund mit amphi-theaterartig ansteigenden Sitzreihen für die vorgesehenen siebenhundert Kongreßmitglieder.[12]
An der Stirnseite der geraden Wand waren darüber hinaus je vierzig Senatsplätze der Senatoren, der Mitglieder des Deutschen Senats, vorgesehen. Gobelin mit Darstel-lungen aus der Geschichte der nationalso-zialistischen Bewegung sollten die Wandflächen schmücken.
Der Zugang zum Kongreßsaal sollte über eine große Freitreppe, flankiert von Jura-Marmor-säulen, erfolgen.[13] Der Münchner Senats-saal im Brauen Haus wurde entsprechend den Vorgaben Adolf Hitlers projektiert, gebaut und bereits Mitte der 1930er-Jahre fertiggestellt.
Erstaunlicherweise wird über den Senatssaal und noch viel weniger über den geplanten Deutschen Senat in der zeitgeschichtlichen Literatur aber kaum etwas berichtet. Den heutigen Bundesdeutschen sind diese Dinge im übrigen vollkommen unbekannt. Der geplante Deutsche Volkskongreß unterliegt einem vollständigen Tabu und der absoluten Nachrichtenunterdrückung.
Der Senatssaal (auch Senatorensaal genannt) befand sich im ersten Stock der Parteizentrale der NSDAP im Braunen Haus[14] in München.
Der von dem Architekten Paul Ludwig Troost umgebaute und von Adolf Hitler entworfene Raum des Senatssaales diente dem Führer-kreis als zentraler Versammlungssaal. Er wurde nach Plänen von Adolf Hitler durch den Architekten Paul Ludwig Troost gestaltet und war im nationalsozialistischen Stil repräsen-tativ eingerichtet. Die Wände wurden von nationalsozialistischen Symbolen und Sinn- und Hoheitszeichen geziert.
Das gesamte Gebäude des Braunen Hauses wurde im II. Weltkriegs, insbesondere durch die Luftangriffe 1944, vollständig zerstört. Heute steht an dieser Stelle das Dokumen-tationszentrum, das sich im bundesdeut-schen Sinn mit der Geschichte des National-sozialismus in der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“ auseinandersetzt.
Aber auch hier gilt die Aussage von Helmut Quaritsch[15]: [Er sei davon] überzeugt,
„daß die Bundesrepublik […] sich seit ihrer Gründung im ideologischen Kriegszustand mit dem Dritten Reich [befände]. Darum würden alle damaligen Werte zu Unwerten erklärt und ihr Gegenteil zum Wert‘.“[16]
Über die Aufgabe und Funktion des geplanten Deutschen Senats findet man in der zeitge-schichtlichen deutschen Nachkriegsliteratur kaum Hinweise.
Der Deutsche Senat sollte sich anders als der Deutsche Volkskongreß aus von Verbänden, ständischen und gesellschaftlichen Organi-sationen, Parteigliederungen, Vereinigungen entsandten Spitzenvertretern, führenden Angehörigen der Wehrmacht, der SS, der Schutz-und Sicherheitspolizei sowie Vertre-tern der Presse, des Rundfunks, des Kultur-betriebs zusammensetzen und ausschließlich als beratendes Gremium tätig werden.
Volkskongreß und Senat als Zweikammer-vertretung des gesamten deutschen Volkes sollten aber keinesfalls als sozusagen na-tionalsozialistische Parlamentsvertretungen fungieren. Die primäre Aufgabe war vielmehr die Einbeziehung und Beteiligung des gesamten deutschen Volkskörpers gemäß basisdemokratischer Willensbildung.
Während aber die Mitglieder des Deutschen Senats, die künftigen Senatoren, künftig direkt in dieses Gremium entsandt werden sollten, waren die Mitglieder des Deutschen Volkskongresses in einem Wahlverfahren von unten nach oben auszuwählen.
Die Basis war die Dorfgemeinschaft, der Stadtteil, der Kreis, der Regierungsbezirk, die Provinz bzw. der Reichsgau. Das Auswahlver-fahren der wirklich besten Vertreter des deutschen Volkes von Ebene zu Ebene sollte diese dann in den Volkskongreß führen.
Im Gesamtzusammenhang interessant ist die (heute nicht mehr bekannte und noch weni-ger gewürdigte) Tatsache, daß die Kommuni-sten in der SBZ (ab 1949 DDR) diese national-sozialistische Idee des Volkskongresses aufgriffen.
Die von der SED initiierte Volkskongreßbe-wegung (gegründet am 26. November 1947) forderte eine zentrale deutsche Regierung. Am 6./7. Dezember 1947 fand im Berliner Admiralspalast der „Erste Deutsche Volkskongreß“ statt.
Ohne demokratische Wahlen zusammen-gesetzt, diente das Treffen vorwiegend als Propagandainstrument der SED, um der drohenden Spaltung Deutschlands entge-genzutreten und diese nach Maßgabe zu verhindern.
Letztlich war diese Volkskongreßbewegung jedoch Teil der sowjetischen Besatzungs- und Machtpolitik. Diese Initiative, die sich als gesamtdeutsches Vorparlament verstand, forderte die Londoner Außenministerkon-ferenz[17] auf, einen Friedensvertrag für Deutschland zu erarbeiten.
Etwa 2.000 Delegierte nahmen an diesem 1. Volkskongreß teil, wobei die Mehrheit aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und aus Berlin stammte, da die Westalliierten eine Teilnahme von Bürgern aus den besetzten Westzonen untersagt hatten.
Aus der Volkskongreßbewegung ging 1948 der „Erste Deutsche Volksrat“ hervor, welcher schließlich den Grundstein für die Staats-gründung der DDR am 7. Oktober 1949 legte.
Den meisten der damaligen Teilnehmer dürften die ursprünglichen Wurzeln des Volkskongresses nicht bekannt gewesen sein. Den sowjetischen Besatzern, die eigentlichen Initiatoren der Volkskongreßbewegung, dagegen waren die nationalsozialistischen Pläne aus Geheimdienstinformationen durchaus bekannt. Freilich wurde seinerzeit vermieden, irgendeinen Ideenbezug zum Dritten Reich oder gar Adolf Hitler persönlich herzustellen.
Die Zerstörung des Braunen Hauses und mit diesem des Senatssaales war genau geplant. Heute ist der Senatssaal vergessen, der geplante Deutsche Senat wie auch das Projekt des Deutschen Volkskongresses ebenso.
In den vergangenen vierzig Jahren hat der Autor einen einzigen historisch interessierten und geschichtlich bewanderten älteren Mann, Angehöriger der Erlebnisgeneration und ehemaliger Politischer Leiter der NSdAP, kennengelernt, der über diese Dinge Kenntnis hatte.
Seine damalige vor drei Jahrzehnten getroffene Aussage lautete:
Wer weiß, redet nicht. Wer redet, weiß nichts.
Erst nach mehrmaligen Begegnungen be-richtete er über diese hier genannten Zu-sammenhänge. Selbst wohlmeinenden Zeitzeugen der inzwischen nicht mehr lebenden Erlebnisgeneration war auf Befragen Senat und Volkskongreß in der Regel immer unbekannt.
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Literatur:
W. von Asenbach (Pseudonym; eigtl. Friedrich Lenz): Adolf Hitler. Sein Kampf gegen die Minusseele. Eine politisch-philosophische Studie aus der Alltagsperspektive. Buenos Aires: Editorial Prometheus, 1955.
(siehe auch: Elisabeth Schöggl-Ernst: Wer war W. v. Asenbach? Notizen zum Verfasser der Monografie „Adolf Hitler. Sein Kampf gegen die Minusseele“. [o. O.], 2021.
Friedrich Lenz, * 1900, † 1968 Buenos Aires, Argentinien.
Aufgrund der Verbreitung des oben gen. Buches, das als staatsgefährdende Schrift eingestuft wurde, leitete der deutsche Generalbundesanwalt 1956 ein Ermittlungsverfahren gegen Friedrich Lenz ein. Friedrich Lenz war bis 1945 Politischer Leiter der NSdAP und emigrierte 1945 über Rom nach Argentinien.
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Anmerkungen
[1]Hans Grimm, * 22.03.1875 Wiesbaden, † 27.09.1959 Lippoldsberg a. d. Weser, Schriftsteller, Publizist.
[2]Qu.: Hans Grimm: Die Erzbischofschrift, S. 205 (Die Erzbischofschrift. Antwort eines Deutschen). Plesse Verlag, Göttingen 1950.
[3]Aus einem Gespräch A. Hitlers mit Hermann Rauschning, wiedergegeben in: Hermann Rauschning: Gespräche mit Hitler. Europa Verlag, Zürich 1973.
[4]Hermann Rauschning, * 7.08.1887 Thorn, Westpreußen, † 8.02.1982 Portland, Oregon, USA, 1933/1934 war Rauschning Senatspräsident (Regierungschef) der Freien Stadt Danzig, 1936 verläßt er Danzig endgültig und wandert 1941 in die Vereinigten Staaten aus.
[5] Siehe auch: http://answers.org/atheism/Adolf-Hitler-Monologe-im-Fuehrerhauptquartier-1941-1944.pdf
[6] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14316112.html
[7] Henry Picker, * 6.02.1912 Wilhelmshaven, † 2.05.1988 Starnberg), Verwaltungsjurist. Bekannt wurde er als Protokollführer der Tischgespräche Adolf Hitlers.
[8] Heinrich Heim, * 15.06.1900 München, † 26.06.1988 München), Jurist und SS-Standartenführer.
[9] Qu.: Traudl Junge: Bis zur letzten Stunde. Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben, München 2002. (erschienen im Econ Ullstein List Verlag, 5. Aufl.). Traudl Junge, * 1920, † 2002.
[10] Eines der unrühmlichen Beispiele war Martin Mutschmann in Dresden, Gauleiter u. Reichsstatthalter in Sachsen, im Volksmund als „König Mu“ und „Goldfasan“ verspottet. Erich Koch, Oberpräsident u. Gauleiter in Ostpreußen, war zugleich von 1941 bis 1945 Chef der Zivilverwaltung im 1941 neu geschaffenen Bezirk Bialystok und von 1941 bis 1944 Reichskommissar im Reichskommissariat Ukraine und damit mit einer unvergleichlichen Machtfülle ausgestattet.
In den 1938 und 1939 neu geschaffenen Reichsgauen, neuartigen staatlichen Verwaltungsbezirken und
Selbstverwaltungskörperschaften, waren die staatlichen und politischen Spitzenämter in einer Person vereinigt.Die Reichsgaue standen unter der Leitung eines Reichsstatthalters, der in der Regel in Personalunion auch Gauleiter für den gleichnamigen Parteiau der NSdAP war. Dieses Konstrukt mußte am Ende zu gravierenden Problemen führen.
[11]Der gegenüber liegende Zwillingsbau, der Verwaltungsbau der NSdAP am Königsplatz in München (Katharina-von-Bora-Straße 10) war das administrative Machtzentrum der Partei. Er wurde 1937 als Zwillingsbau des Führerbaus fertiggestellt und beherbergt heute das Zentralinstitut für Kunstgeschichte und weitere Einrichtungen.
[12]Ab 1945 wurde der ehemalige Führerbau von der US-Militärregierung zusammen mit dem Verwaltungsbau der NSdAP als Zentrale Sammelstelle (Central Collecting Point) für die während des Krieges in Europa ins Reich verbrachte Beutekunst genutzt, unter anderem auch dier Kunstsammlung Hermann Görings und die sichergestellten Werke aus dem Sonderauftrag Linz. Identifizierte Kunstwerke wurden von dort an die Herkunftsländer restituiert. Heute berherbergt das Gebäude die Hochschule für Musik und Theater. Im Jahr 1954 wurde der Kongreßsaal zu einem Konzertsaal umgebaut.
[13] Lit.: Alexander Heilmeyer: Die Stadt Adolf Hitlers. In: Süddeutsche Monatshefte. Deutsche Kunst. 3. Jg., Heft 3,
Dez. 1935, S. 135-139, hier S. 138. – Hubert Wilm: Aufbruch zur nationalen Kunst. Rückblick und Ausblick.
In: Ebd., S. 130-134.[14] Braunes Haus, ehemalige Parteizentrale der NSdAP in München, Brienner Straße 45.
[15]Helmut Quaritsch, * 20.04.1930 Hamburg, † 19.08.2011 Speyer, Rechtswissenschaftler, Ministerialdirektor., Direktor der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages in Bonn, Ordinarius für Öffentliches Recht.
[16]Helmut Quaritsch in: Positionen und Begriffe Carl Schmitts, 3. Aufl., Berlin: Duncker & Humblot, 1995.
[17]Die Londoner Außenministerkonferenz, auch kurz Londoner Konferenz genannt, fand vom 25.11.bis 15.12.1947 statt. Thema der Außenminister der vier Siegermächte war die Deutschland-Frage. Jedoch kam es bei den Verhandlungen zum Bruch zwischen den Hauptsiegermächten. Die Tagung wurde daraufhin erfolglos abgebrochen.
Heute beherbergt das Haus die Hochschule für Musik und Theater. Im Jahr 1954 wurde der Kongreßsaal zu einem Konzertsaal umgebaut.