Das germanische „Heil“
Samstag, 9. Mai 2026 von Adelinde |
Deutschland ist mir das Heiligste,
das ich kenne!
Deutschland ist meine Seele!
Mein Halt, mein alles ist Deutschland.
Luise Königin von Preußen
Adelinde:
Aus der Zeitschrift Not-Wende (3. Jg., Folge 1) seien hier aus dem Beitrag Imke Thomas* einige gewichtige Stellen wiedergegeben, die uns heutige Deutsche unmittelbar angehen, verlorenen Mut und gesundes Selbstbewußtsein zurückgeben können:
*) Kulturforscherin, ihre Arbeit veröffentlicht 1990
Der alte germanische Begriff des „Heils“ ist lebensbejahend, auf das Sein und Handeln des Menschen im Diesseits gerichtet. Er wurde durch das Christentum im Wort „heilig“ zu einem lebensabgewandten, auf das „Jen-seits“ gerichteten Begriff umgewertet.
Demgegenüber ist die dem Leben dienende, die „heilige Aufgabe der Deutschen“ wieder im alten, ursprünglich aufwertenden Sinne gemeint. Die Rückbesinnung darauf – auch eine unbewußte – kann gewaltige Seelen-kräfte entfalten, die zu politischer Wirksam-keit gelangen, wie die Ereignisse der jünge-ren Vergangenheit und gerade auch das heutige Zeitgeschehen zeigen.
Am 7. Oktober 1989 wurde in unserem Volke eine Kraft übermächtig, die die uns feindlich gesonnene Welt schon längst durch gewalt-same Unterdrückung und jahrzehntelange Umerziehung zerstört zu haben glaubte.
Das furchtlose Zusammenstehen Zehntau-sender deutscher Menschen in Leipzig in ihrem Willen zur Freiheit war stärker als der zum Einsatz befohlene Aufmarsch bewaff-neter Militärs.
Dieser gewaltlose Aufschrei aus der nunmehr unerträglich gewordenen Bedrückung durch Unfreiheit und Lüge, diese durch nichts ein-zudämmende Kraft aus der Tiefe unseres Volkes wuchs binnen Wochen überall in Deutschlands Mitte zu einem machtvollen Bekenntnis für das Einssein unseres gewalt-sam getrennten Volkes empor und bewirkte sowohl bei den Verantwortlichen des west-deutschen Teilstaates als auch bei den vier Besatzungsmächten eine einschneidende Veränderung der bisher verhärteten Denkvorstellungen.
Als dann nach einem Jahr die Teil-Vereinigung der künstlich voneinander gerissenen deutschen Lande vollbracht worden war, mit welchem Hintergedanken der geheimen überstaatlichen Mächte auch immer: war Ostdeutschland vollends verraten. Das zeigte – so Imke Thomas –
wie es in Wahrheit um das Verantwortungs-bewußtsein der Regierenden für unser ge-samtes deutsches Volk bestellt war.
Nicht wenige Menschen werden deshalb fragen: Wie kann und soll vor diesem Hin-tergrunde der Begriff des Heils, der im Laufe der vergangenen eineinhalbtausend Jahre seit der gewaltsamen Einführung der christlichen Religion so entscheidende, sinnverändernde Umformungen erdulden mußte, dem deut-schen Menschen auch heute noch immer Inbegriff eines höchsten Lebenswertes sein?
Ist es nicht müßig, in unserer drängenden Zeit einem nahezu unwirklich gewordenen Traum anzuhängen, wenn unser deutsches Volk trotz der vollendeten staatlichen Einheit von Mitte und Westen mit Riesenschritten auf seine volkliche Auflösung hingeführt wird?
Sollten nicht vielmehr gerade jetzt wieder Mut, Freiheitswille, Vaterlandsliebe als be-deutsamste volkliche Werte gelten und zu befreiendem Handeln führen?
Der Begriff des Heils ist verständlicherweise in seiner ursprünglichen Bedeutung vielen Menschen nicht mehr lebensnah wirksam, und doch schließt er alles ein, was allen je- nen, die um den Fortbestand des deutschen Volkes ringen, unverzichtbar ist.
Ein Mensch der deutschen Frühzeit vor der Verformung deutschen Denkens und Emp-findens durch die Romkirche hätte sich zu der inneren Kraft, die im Herbst 1989 unsere mitteldeutschen Landsleute zu schier Un-glaublichem beflügelte, wohl so äußern können:
„Das Heil ist mit ihnen gewesen. Ihr Heil hat ihnen zum Sieg verholfen.“
Demgegenüber wurde am 10. November 1989, ein Tag nach der Maueröffnung, zum Martinsfest auf dem Erfurter Domplatz den vielen tausend Menschen von kirchlicher Seite verkündet:
„Gottes Heil ist über euch Menschen gekommen und hat eure Gebete erhört.“
Diese beiden gegensätzlichen Auffassungen von der Herkunft des Heils haben seit der gewaltsamen Durchdringung mit christlichen Glaubensvorstellungen unser Volk aufgrund seiner Wahrheitsliebe und seiner Rechtlich-keit in große seelische Not gebracht.
Nietzsche sah in seinem „Antichrist“ sehr tief, als er schrieb:
„Im Christentum als der Kunst, ,heilig‘ zu lügen, ist die geradezu Genie werdende Selbstverstellung ins ,Heilige‘ unter Bü-chern und Menschen nie annähernd sonst erreicht. Diese Wort- und Gebärden-falschmünzerei als Kunst ist nicht der Zufall irgendwelcher Einzelbegabung, irgendwelcher Ausnahmenatur. Hierzu gehört Rasse. “
Dem Aufprall dieses, unseren Vorfahren bis dahin unbekannten und fremdartigen Ge-dankengutes, konnten sich durch alle Jahr-hunderte danach nur innerlich starke Men-schen immer wieder entziehen. Ihr Vorbild in Haltung und geistiger Aussage haben uns Deutschen der Jetztzeit eine ununterbrochene Kette gültiger Erkenntnisse deutscher Lebensauffassung geschenkt.
Diese können uns deshalb sehr wohl be-rechtigen, den germanischen Begriff des Heils und seine Überhöhung durch die Allgemein-gültigkeit Kantscher Leitsätze, die Ganzheit-lichkeit Goethescher Lebensauffassung als mit unseren eigenen Erkenntnissen um le-bensgesetzliche Ordnungen in Einklang zu bringen.
Das „Heil“ kann somit als der deutsche Le-benswert schlechthin bezeichnet werden, dessen Auslöschung von Seiten der Anders-gearteten betrieben wird, gerade weil ihnen seine schöpferische Kraft als für sie selbst unerreichbar bewußt wurde.
Sprachlich gesehen hat das Wort „heil“ in allen germanischen Völkern die gleiche Bedeutung. Nach Ernst Wasserzieher, dem bekannten Sprachforscher zu Beginn unseres Jahrhunderts, bedeutet „heil“ unversehrt, unverletzt, vollständig, gesund, ganz und hatte schon im Althochdeutschen, dann im Mittelhochdeutschen die gleiche Bedeutung und Schreibweise wie jetzt:
Im Gotischen – hail, im Angelsächsischen (bis 1100) – hàl (englisch – whole), im Altnordi-schen/Isländischen – heill, im Friesischen – halik, was auch „hoch“ bedeutet, z.B. im Wort „Hallig“ noch erhalten. Die Namen „Hilligen-lei“, Helgoland, kommen ebenso aus dem Friesischen und bedeuten „Heiliges Land“. Das gotische „hails!“, das angelsächsische „wes hàl!“, das altnordische „ves heill!“ ist unser „Heil Dir! Heil euch!“ ein Gruß aus germanischer Zeit und doch so unmittelbar lebendig und unser Innerstes berührend.
Fast wagt man gar nicht, neben diesen alles umschließenden Wunsch den international gebräuchlichen, nichtssagenden Anruf „Hallo“ zu stellen, und sei es nur, seinen Gebrauch zu geißeln. Obwohl aus derselben Sprach-wurzel kommend, ist er in erschreckender Weise seelenlos und leider mittlerweile in unserer Zeit zur gängigen Begrüßungsformel geworden …
Imke Thomas führt die mit Obigem übereinstim-mende Werke von Adolf Helbok („Deutsche Volksgeschichte“), Sigrid Hunke („Europas eigene Religion“), Hans F. K. Günther („Frömmigkeit nordischer Artung“), Friedrich Murawski („Das Gott, Umriß einer Weltanschauung aus germanischer Wurzel“), des Dänen Wilhelm Grönbech („Kultur und Religion der Germanen“).
Der Herausgeber der deutschen Ausgabe des Werks von Grönbech schreibt dazu 1937:
Die Forschungen Grönbechs sind ihrer Zeit weit vorausgeeilt – und auch heute sind sie noch einzig in ihrer Art, denn Grönbech unternimmt es, die fast unabsehbar viel-gestaltigen Lebensäußerungen des germa-nischen Altertums zu einem großen Gesamtbild zu formen.
Er geht von der konkreten Fülle des täglichen Lebens aus, wie es vor allem die Isländersa-gas so anschaulich malen. Aber von dort steit er hinab zu den verborgenen Kraftquellen des Altertums: … Weitab von dem, was eine ästhetisierende Mythologie zu lehren ge-wohnt ist, macht Grönbech den Mythos mitten im realen Leben der Alten als religiöse und ethische Ge-walt sichtbar, die das ganze Dasein gestaltet hat …
Im Mittelpunkt seines Lebensbildes steht die Friedensggemeinschaft der altgermanischen Sippe.
Hier sei daran erinnert, daß bei unseren Altvorderen das Mütterrecht galt und die Heimordnung das Leben des Volkes bestimmte.
Von hier aus deutet er die Wirkmächte der alten Kultur – Ihre, Heil, Ruhm, Totenglaube …
Zum Kern der Forschungen Wilhelm Grön-bechs zählt der germanische Heilsbegriff: Die germanische Sippe war eine Gemeinschaft des Friedens. Freilich ist dieser Friede nicht nur etwas Passives, sondern ist auch aktiv wirksam. Er ist Band, das alle Gesippen eint. Er macht sie unzertrennlich, macht sie un-tereinander zu Freunden, der Welt gegenüber zu Freien, gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit …
Stößt sich aber einer durch unheilvolle Tat aus dem Frieden als „Neiding“ selbst aus, so stößt er sich auch aus jeder Gemeinschaft, aus aller Sicherheit aus. All seine Kraft zum Handeln, zum Fühlen, zum Freuen erlischt …
Das Ausstoßen des ehrlosen Neidings aus der Sippe war auch eine Rettung der Ehre der Sippe, die keinen Ehrlosen bei sich dulden konnte.
Nach der Jahrtausende währenden jüdisch-christ-lichen Umwertung unserer wahren, uns von Mutter Natur eingegebenen Gewißheit des in uns leben-digen Empfindens des Heils werden wir von unserem Rasseerbgut, wenn wir uns von feindlicher Umerzie-hung freimachen, immer wieder zum Heil geführt, das alle Sich-selbst-Treugebliebenen miteinander verbindet einschließlich des von diesem Heil erfüll-ten Volksführers, dem das Volk die Gefolgschaft erbringt.
Man darf nun nicht glauben, daß erst die gelehrte Forschung die Bedeutung des Heilsbegriffes richtig erkannt habe. Sie war den alten Nordländern lebendige Wirklichkeit von ausschlaggebender Bedeutung …
Bei Verhandlungen, wie sie vor der Verlobung üblich waren, wurde von den Vertretern der beiden sippen grndlich erwogen, ob das Heil beider Sippen im Einklange sein könne, und so eine glückliche Ehe und eine tüchtige Nachkommenschaft zu erwarten seien. Muß-ten sie diese Frage verneinen, so wog das schwerer als alle anderen Voraussetzungen. Die Verlobung kam nicht zustanden.
… Das Heil umfaßt alle Forderungen der Sippe, ihre Macht und ihre Möglichkeiten, ihre Fertigkeiten und ihre Hoffnungen, ihre Eigentümlichkeit und ihren Charakter. Das Heil enthält geradezu das Leben der Sippe.
Heil ist vor allem auch Derjenige, der weiß, wer er ist, der zu seinem Erbgut steht sowohl als Mann oder Frau wie auch als Deutscher. Wer von Minderwertig-keitskomplexen geplagt ist, ist nicht heil, ja kann aus seiner eigenen Unheilheit in seiner Umgebung, in seinem Volk Unheil anrichten. Diese Unheilheit erleben nicht nur wir Deutsche zur Zeit, sondern das ganze jüdisch-christlich verformte Europa. In Scharen bückeln sie vor ihren Feinden.
Dennoch ist erstaunlich, wie einer der Letzteren, der jüdische seit 1922 Reichsaußenminister Walther Rathenau in seinem Buch „Reflexionen“
das Aussterben des Indogermanentums als die größte Tragödie der gesamten Mensch-heitsgeschichte
ansah und zutiefst bedauerte:
Freilich kennen auch Starke die Abhän-gigkeit, die aber nicht Knechtschaft der Furcht, sondern Gefolgschaft der Treue ist. Hier führen Achtung und Neigung, Über-zeugung und Pflicht zu einem edlen Ver-hältnis, das nicht einseitige Rechte gestattet. So entsteht als vornehmste Form des Men-schendienstes die Königstreue germanischer Völker, die im Gegensatz zur ,Proskynese‘ (rituelle Niederwerfung) des Orients auf freier und selbstbewußter Schätzung eigener und fremder Kraft beruht.
Imke Thomas dazu:
Wir entnehmen dieser Äußerung die Achtung vor einer fremden Größe. Uns aber sind sie Betätigung eigenen Empfindens, das trotz des jahrhundertelang einwirkenden mittel-meerischen Gedankengutes noch unver-fälscht in uns lebendig ist und die Brücke zu der geschlossenen Weltauffassung unserer Vorfahren ohne Schwierigkeiten bauen kann, verbindet uns doch die gleiche Grundhaltung aus dem von ihnen überkommenem geistig-seelischen Erbe.
Was wird doch unsere Gefolgschafttreue immer wieder verspottet! Unsere aus unserem Erbe gegebene Gutgläubigkeit, die sich so schwer Schlechtes, vor allem Verlogenes im Andern vorstellen kann, ist zugleich die Schwierigkeit zu erkennen, wer einer von uns ist und wer nur ein volksfremder „Rattenfänger“. Imke Thomas:
Im Königsheil der größten deutschen Füh-rergestalten der Frühzeit zeigt sich uns unverfälscht die geistige Kraft, die aus der Ganzheitlichkeit solcher ungebrochenen Menschen reinen Erbes ausströmen kann.
Als Beispiele nennt sie Hermann den Cherusker, der die noch in der Heil-Gewißheit lebenden Germanen zum Kampf gegen die Fremdmacht Rom vereinen und siegen konnte, und den Sachsen, König Heinrich I. Dieser, der im
schon vom christlichen Denken durchtränk-ten Deutschland noch ganz vom Königsheil des germanischen Führers aus reinem Erbe geprägt,
fähig war, die Herzöge der anderen deutschen Volksstämme dazu zu ermuntern, sich bereit zu finden, die
charakterliche und geistige Überlegenheit (Heinrichs anzuerkennen) und ihm Ge-folgsschaftstreue (anzutragen). Dieser friedliche, gewaltlose Zusammenschluß deutscher Stämme unter dem Edelsten, Stärksten – die Gründung des ersten deut-schen Reiches – vollzog sich trotz christlicher Präsenz ganz im Sinne germanischer Heilsvorstellungen …
Das Wissen um das Heil des von der Natur bevorzugten Menschen ist unausgesprochen immer mitgewandert. Trotz des mittelmee-rischen Einflusses ist der deutsche Mensch fähig geblieben, die ihn hebenden, leitenden Kräfte eines ihm vorangestellten Menschen klar zu erkennen, das Echte, Ehrliche seines Wollens zu verstehen, denn über die Jahr-hunderte hinweg ist der selbstentäußerte Heilruf des Volkes, der uneingeschränkt dem mit Heil begabten Führer huldigen möchte, lebendig geblieben.
Mit Bedauern erkennt die Kulturforscherin im „Tannenhäuser“ Richard Wagners
eigene gespaltene Vorstellung vom Heil … Tannenhäuser selbst bangt nur um das ihm von Gott entzogene Seelenheil, die Gnade, des Himmels Heil. Welche Verkehrung des germanischen Heilsbegriffes:
„Heil! Heil! Der Gnade Wunder Heil! Er-lösung ward der Welt zuteil. Der Gnade Heil ward dem büer beschieden, nun geht er ein in den deseligen Frieden.“
Der alles Hohe, Unantastbare einschließende Begriff des Heils konnte aber trotz aller Um-wertungen der christlichen Kriche niemals seines urspünglichen Sinnes beraubt werden, so tief war er im nordisch geprägten Menschen verwurzelt.
Das im germanischen Unterbewußtsein verankerte Rasseerbgut ist unsterblich, da es von Generation zu Generation weitergegeben wird mit seiner Gewißheit vom Heil, das in der eigenen Volksseele lebt.
Das kann all den heute am eigenen Volk verzwei-felten Deutschen Zuversicht geben, daß der Mut der Deutschen, sich dem eigenen Heil zuzuwenden wachsen wird und immer mehr Deutsche den ganzen Ballast der Fremdherrschaft mit ihren Lügen von sich werfen werden.
