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Nicht verzweifeln am eigenen Volk!

Ein Volk geht nicht zugrunde
durch verlorene Kriege, sondern dadurch,
daß es von innen her entkräftet,
seine Sprache, die Hochsprache
seiner Dichter und Denker aufgibt,
also Hochverrat an sich selbst begeht.
Josef Weinheber

Was wir heute mit unseren Deutschen nach dem 2. Weltkrieg erleben, daß es apathisch zuschaut, wie es systematisch in den Abgrund des Nicht-mehr-Seins geführt wird, das mußten unsere Eltern und Großel-tern nach dem 1. Weltkrieg auch schon mitansehen.

Viele Deutsche fanden sich bereit, ihre Besten zu verurteilen, sich von ihnen ab- und ihren Verderbern zuzuwenden, die – wie die heutigen – im Marionet-tentheater die Fäden in den Händen hielten.

Erich Ludendorff erlebte solch ein Verhalten unmit-telbar gegenüber der eigenen Person und sagte den-noch – und das sollten wir Heutigen einmal verin-nerlichen, um unserer Verzweiflung über unsere lieben Volksgeschwister Herr zu werden:

Ich glaube an mein Volk, an dieses Volk, das mir einst zugejubelt hat zu glücklicheren Zeiten, das heute aber mich begeifert und verleumdet, ohne zu wissen, daß es dadurch nur sich selbst besudelt.

Das war die göttliche Erhabenheit, die Unnahbarkeit und Unantastbarkeit seiner Seele gegenüber Schwä-che und Niedertracht. 

In seinem Werk „Kriegführung und Politik“ von 1921 fährt Ludendorff fort:

Ich glaube an mein Volk, weil ich weiß, daß es nur irregeführt und dadurch an sich selber irre geworden ist.

Aus ihrer einstigen Höhe rasseln die Menschen seelisch „zu Tale“ – aus Feigheit. Sie stellen sich auf die Seite der Sieger, glauben denen mehr als ihren eigenen Führern. Wenn sie dann noch Verräter werden am eigenen Volk, dann gibt es kein Halten mehr. Nun rasseln ihre Seelen vollends in den Ab-grund. Wir haben diese Exemplare besonders in der Polit-Riege unserer Tage vor Augen.

Wie oft haben wir Ähnliches in unserer deutschen Geschichte erleben müssen und erleben das heute. Doch Ludendorff, der

nur so schwer Schlechtigkeit bei Menschen annehmen konnte,

wie Mathilde Ludendorff berichtet, Ludendorff nimmt seine Deutschen in Schutz und sagt, sie sind

an sich selber irre geworden.

Natürlich ist das auch richtig und vorbildlich und ein Ansatzpunkt, in Güte mit Irregeleiteten ins Gespräch zu kommen. Ludendorff meint weiter:

Ein Volk aber wie das Deutsche, das vier Jahre lang so Gewaltiges geleistet und erduldet, hat ein Recht zu leben und wird auch schließlich die Kraft finden, die Ketten seiner Knecht-schaft abzuschütteln.

War das nicht im 2. Weltkrieg wieder so? Haben da unsere Soldaten und die Mütter daheim nicht ebenso Übermenschliches geleistet, um sich dem Volksun-tergang entgegenzustemmen?

Und sind dem Deutschen Volk nicht wieder seine Besten zu Verbrechern gestempelt worden, und herrscht nicht heute wie damals die Lüge und nichts als die Lüge unserer gar nicht mehr so geheimen Feinde mit ihrer infamen Medienmacht?

Man denke an Rußland und sein grauenhaftes Schicksal unter der Herrschaft mordgieriger „Aus-erwählter des Herrn“, auf deren Kappe 170 Millionen in den wahren Todeslagern, den Gulags und in der Tscheka getöteter Russen kommen. Ein „Mega-caust“*, ein Weltblutbad, an dem sich die „Auser-wählten“ in Amerika und England eifrig beteiligten. Churchill war von einer jüdischen Mutter geboren. 

*) siehe Michael Walsh‘s Buch unter dem selben Titel

Hitler war der Einzige, der den Völkerfrieden er-strebte und immer wieder mit Vorschlägen an die Regierungen der uns umgebenden Nationen heran-trat. Niemand antwortete, alle betrieben weiter ihre Hochrüstungen. Lenin:

„Dreiviertel der Menschheit können zugrunde gehen, auf daß der Rest den Kommunismus erlebe.“

Wer hatte bei soviel Niedertracht und Blutgier noch den Mut, sich dem Wahnsinn entgegenzustellen!

Solschenizyn beklagt, daß die Bürger von St. Pe-tersburg hinter ihren Türen kauerten, als die schwarzen Lieferwagen Nacht für Nacht an ihren Wohnhäusern vorfuhren, um ihre Nachbarn zu verhaften.

Wenn nur die anständigen Russen sich ge-wehrt hätten, wenn sie nur einige dieser Schläger der Geheimpolizei in den Gängen ihrer Wohnungen mit Spitzhacken und Hämmern überfallen hätten …

Doch Karl Marx meinte:

Die Klassen und Rassen, die zu schwach sind, um die neuen Lebensbedingungen zu mei-stern, müssen nachgeben. Sie müssen im revolutionären Holocaust untergehen.*

*) People’s Paper, 16.4.1859

Hitler mit den Deutschen kam den Bolschewiken zuvor mit seinem Präventivschlag gegen die mas-senhaft an unserer Ostgrenze aufmarschierten Roten Armee. Wir Deutsche mit Hitler als Führer wollten den Bolschewismus aufhalten, ehe er ganz Europa einem Schicksal zuführte, wie Rußland es erleben mußte.

Um ein Beispiel deutscher unentwegter Einsatzbe-reitschaft gegen die Feinde aufzuzeigen, sei hier einmal der fliegerische Held Hans-Ulrich Rudel aus dem Vergessen wieder ins helle Tageslicht gestellt.

Hans-Ulrich Rudel (Trotzdem)

Das Bild stammt aus dem Buch „Trotzdem“ des berühmten und verehrten Fliegers der Luftwaf-fe Hans-Ulrich Rudel. Er hat es selbst geschrieben. Dabei be-weihräuchert er sich nicht etwa selbst, nein, er schildert seine Fronteinsätze rein sachlich als Flugzeugführer an der Ostfront.

Als Verteidiger der Heimat gegen die auf unser Land zurollende mit amerikanischen Waffensystemen vollgepfropfte Rote Sowjetarmee, die von Stalin dazu ausersehen war, ganz Europa zu überrollen, brach-te er einen Einsatz von beinahe übermenschlicher Kraft und einem Mut, der ihn – gegen sich rück-sichtslos – antrieb, trotz enormer Strapazen immer wieder den Feind zu vernichten, um seine Heimat zu verteidigen und zu retten.

Dieser Wille ließ ihm keine Ruhepause, auch wenn ihn seine Kameraden bis hin zu Hitler mahnten, sich zu erholen. Er war ein Fliegergenie. Nicht nur seine Flieger-Kameraden, vor allem auch die Kameraden der Bodentruppen, die der überlegenen russischen Panzermacht mit viel zu schwachen Kräften gegen-überstanden, war er der verläßliche, hilfreiche Ka-merad, der die russischen Panzer vernichtete, ehe sie der deutschen Artillerie gefährlich werden konnten.

Bei „reddit“ kann man lesen:

Der höchstdekorierte deutsche Pilot des Krieges und der einzige Empfänger des Ritterkreuzes mit Goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten, Rudel wurde die Zerstörung von 519 Panzern, einem Schlacht-schiff, einem Kreuzer, 70 Landungsbooten und 150 Artilleriestellungen zugeschrieben.

Er beanspruchte neun Luftsiege und die Zer-störung von mehr als 800 Fahrzeugen. Er flog 2.530 Erdkampfmissionen ausschließlich an der Ostfront, meistens mit dem Sturzkampf-bomber Junkers Ju 87 „Stuka“.

Besonders spannend und beinahe unfaßbar ist Rudels Schilderung im Kapitel „Flucht am Dnestre“. Ich zitiere:

Im März 1944 liegt unsere Südfront im Raum von Nikolajew im schwersten Abwehrkampf gegen starke russische Kräfte. Diese versu-chen, einen entscheidenden Durchbruch nach Süden zu erzwingen, um somit die gesamte deutsche Heeresgruppe Süd zu vernichten.

Ich liege mit meiner Stuka-Gruppe zur Un-terstützung der Heereseinheiten 200 Kilo-meter nördlich Odessa in Rauchowka. In ununterbrochenen Einsätzen versuchen wir, von früh bis spät, durch Panzerabschüsse und Angriffe auf Artillerie und Stalinorgeln den schwerst kämpfenden Kameraden auf der Erde Entlastung zu bringen.

So gelingt es uns, jeden entscheidenden Ein-bruch der Sowjet zu verhindern. Die Heeres-gruppe aber kann Wochen später nach die-sem Abwehrerfolg geordnet weiter westwärts neue Stellungen beziehen.

Er gerät wie auch einige seiner fliegenden Kamera-den beim Tiefflug über dem Dnjestr bei einem Sprung über die Uferböschung mit den Rädern seines Flugzeuges auf sumpfiges Gelände. Die Maschine steht still und rührt sich nicht vom Fleck.

Ich sehe mich um, da kommen, 400 Meter entfernt, scharenweise Iwans angelaufen. Raus aus der Maschine. – „Mir nach“ – und schon laufen wir, was die Beine hergeben, nach Süden.

Der Dnjestr fließt nun 6 km entfernt von ihnen.

Über ihn müssen wir auf jeden Fall, sonst sind wir eine leichte Beute der uns verfol-genden Sowjets. Das Laufen ist nicht leicht, ich trage hohe Pelzstiefel, Pelzjacke und die normale Kommißhose. Schwitzen ist gar kein Ausdruck! Keiner bedarf des Ansporns, nie-mand möchte in sowjetische Gefangenschaft geraten, die schon manchem Sturzkampf-flieger zum sofortigen Tode wurde.

Eine halbe Stunde mag vergangen sein. Die Laufleistung ist gut, die Iwans sind sicher 1000 Meter entfernt. Plötzlich stehen wir vor fast senkrecht abfallenden Steinabhängen, unten fließt der Strom. Der Höhenunterschied beträgt zwischen dreißig und vierzig Metern. Wir laufen hin und her, um eine Abstiegs-möglichkeit zu finden … unmöglich!

Die Iwans sitzen uns auf den Fersen. Da schießt mir eine Erinnerung aus der Buben-zeit durch den Kopf: Wir ließen uns von den Spitzen der Fichten durch die einzelnen Etagen der Äste durchrutschen, und weil der Fall so gebremst wurde, kamen wir heil nach unten.

Aus dem Gestein hier wächst in dichter Fülle Dorngebüsch mit großen Stacheln, ähnlich unseren Hagebuttensträuchern. Einer nach dem andern läßt sich so hinunter„gleiten“, und wir landen unten am Ufer, wenn auch zerschunden an allen Gliedern und mit zerrissenen Kleidungsstücken.

Sein tapferer Fliegerkamerad

Henschel wird etwas nervös. Er ruft: 

„Sofort rein, lieber ertrinken als mich von den Russen fangen lassen!“

Ich mahne zur Vernunft. Wir glühen vom Laufen. Kurze Pause, dann die Bekleidungs-stücke weitestgehend ablegen. Die Iwans sind inzwischen oben keuchend angekommen. Sie können uns nicht sehen, weil wir uns im toten Winkel ihres Blickfeldes befinden.

Sie laufen auf und ab und können sich nicht vorstellen, wo wir sind. Sie halten es sicher für unmöglich, daß wir senkrechte Wände runtergesprungen seien! Der Dnjestr führt Hochwasser; es ist Schneeschmelzzeit, hier und da schwimmt ein Brocken Eis.

Wir schätzen die Flußbreite auf 600 Meter, die Temperatur 3 bis 4 Grad plus. Die ande-ren drei gehen schon ins Wasser; ich lege gerade die Pelzstiefel und die Pelzjacke weg. Nun folge auch ich, nur noch mit Hemd und Hose bekleidet, unterm Hemd die Karte, in der Tasche die Schwerter und den Kompaß.

Als ich das Wasser berühre, sage ich mir: „Hier gehst du nie rein.“ Dann denke ich an die Folgen und schwimme schon. Die Tempe-ratur lähmt schon nach kurzer Zeit die Glie-der, ich bekomme keine Luft, fühle nicht mehr, daß ich noch schwimme. Fest konzen-trieren, sich die Schwimmbewegung vor-stellen und sie ausführen!

Das jenseitige Ufer kommt nur unmerklich näher, die andern schwimmen vor mir. Ich denke an Henschel, er schwamm sich frei bei mir in der Ergänzungsstaffel in Graz, aber mit Energie wird er die damaligen 20 Minuten heute unter erschwerten Umständen wieder-holen können, vielleicht sogar etwas verlängern.

In der Mitte des Stromes bin ich auf gleicher Höhe mit ihm, einige Meter voraus der Bord-schütze des zweiten Flugzeuges, wesentlich weiter vorn der Unteroffizier; er scheint ein hervorragender Schwimmer zu sein. Langsam fühlt man nur noch den Selbsterhaltungs-trieb, der die Kräfte verleiht; es geht auf Biegen oder Brechen.

Ich bestaune die anderen Kameraden, denn ich bin als alter Zehnkämpfer Übermüdung gewohnt. … Der Unteroffizier steigt aus dem Wasser und legt sich ans Ufer, etwas später erreiche ich das rettende Ufer, knapp danach der Obergefreite, Henschel hat noch 150 Meter. Die beiden anderen liegen völlig er-starrt, der Bordschütze fantasiert wirr durch-einander. Armer Kerl! Ich sitze, beobachte Henschel. Noch 80 Meter. Plötzlich wirft er die Arme hoch und schreit:

„Ich kann nicht mehr, kann nicht mehr!“ 

und versinkt. Noch einmal taucht er auf, dann nicht mehr. Ich springe ins Wasser, jetzt mit den letzten zehn Prozent Kraft, die ich viel-leicht noch habe. Erreiche die Stelle, an der ich Henschel eben noch sah. Ich tauche, ich kann nicht, denn dazu brauche ich Luft; durch die Kälte kann ich keine Luft zum Tauchen nehmen.

Nach mehreren nutzlosen Versuchen erreiche ich mit Mühe selbst gerade noch das Ufer. Wäre es geglückt, Henschel zu fassen, so würde ich mit ihm im Dnjestr geblieben sein. Es war sehr schwer, und dieser Anforderung wäre kaum jemand gewachsen gewesen. Nun liege auch ich am Ufer … matt … erschöpft … und irgendwo ein tiefes Elend um meinen teuren Henschel.

… Ich stelle unsere Bewaffnung fest: Ich selbst habe eine 6,35-Millimeter-Pistole mit 6 Schuß Munition, der Unteroffizier hat eine 7.65 mit einem gefüllten Magazin, der Ober-gefreite verlor die Pistole beim Schwimmen und hat nur Henschels abgebrochenes Flie-gerklappmesser. Mit diesen Waffen in der Hand geht es in Richtung Süden.

… Ich mahne zur Vorsicht. Wir müssen ver-suchen, alle menschlichen Ansiedlungen zu umgehen. Jeder bekommt einen bestimmten Sektor zum Beobachten. Hunger quält mich. Mir fällt ein, daß ich heute noch nichts ge-gessen habe; es war der achte Einsatz. Zwi-schen den Einsätzen blieb keine Zeit.

Der alte Auftrag wurde dem Fliegerkorps telefonisch geschildert und zurückgemeldet, der neue dann entgegengenommen. Inzwi-schen wurden die Maschinen getankt, be-laden und munitioniert, und rauf ging es wieder …

Eine Stunde mögen wir nun unterwegs sein, die Sonne verliert schon wieder an Kraft, und unsere vor Nässe triefenden Kleidungsstücke wollen gefrieren.

In der Ferne kommen Gestalten auf sie zu, die sie für Rumänen halten. Sie selbst tragen ja nach allem kei-ne Uniformen mehr. Sie stellen sich den „Rumänen“ vor:

„Wir sind notgelandete deutsche Flieger“, da verfinstern sich plötzlich ihre Mienen, im selben Augenblick habe ich die drei Läufe ihrer Waffen vor der Brust; der Junge schlägt sofort auf die Pistolentasche und reißt meine 6,35-Millimeter-Pistole heraus. Sie standen gegen das Licht, ich schaute in die Sonne. Jetzt sehe ich an ihnen rauf: Hammer und Sichel – also Russen.

An Gefangennahme denke ich keinen Augenblick, nur an Flucht; es besteht ein Prozent Wahrscheinlichkeit für das Gelingen. Mein Kopf wird bei den Sowjets gut bezahlt, meine Gefangennahme sicher noch besser. Selber erschießen kommt nicht in Betracht, ich habe keine Waffe. Ich wende langsam meinen Kopf, um zu sehen, ob der Weg frei ist; sie wittern Flucht, einer ruft „stoy“ (Halt).

Ich bücke mich blitzartig unter Drehung um 180 Grad und laufe gebückt im Zickzack; drei Schüsse krachen, nun knallen ununterbro-chen die Maschinenpistolen und Schnellfeu-ergewehre. Ein stechender Schmerz in der Schulter. Aus kurzer Entfernung hat der Kerl mit der MP mir durch die Schulter geschos-sen, die beiden anderen schossen vorbei.

Ich laufe wie ein Hase im Zickzack den Hügel rauf, Kugeln pfeifen oben, unten, rechts, links. Die Iwans laufen nach, halten an, schießen, laufen, schießen, laufen, schießen, laufen. Noch kurz vorher glaubte ich vor Starrheit meine Glieder kaum bewegen zu können, nun laufe ich den Lauf meines Le-bens; nie bin ich eine bessere 400-Meter-Zeit gelaufen.

Blut spritzt aus der Schulter, und ich muß stark gegen ein Schwarzwerden vor den Augen ankämpfen … Ich traue meinen Augen nicht: auf der Höhe entgegen kommen an die zwanzig Iwans gelaufen … Da bäumt sich noch einmal mein Willen auf zur Freiheit und zum Leben, ich laufe rechts runter … Hinter mir, auf 200 bis 300 Meter, die ersten Ver-folger, seitlich von mir die neuen … 

Jetzt kommt ein umgepflügtes Feld, ich stolpere und muß zunächst die Iwans etwas aus den Augen lassen; ich bin todmüde, falle über eine Scholle und bleibe liegen.

In der Ackerfurche können die Russen den Deutschen nicht erkennen.

Sie stoppen und schauen, es ist ihnen uner-klärlich, wo ich sein könnte. Ich liege im leicht gefrorenen Boden, kratze mich mit den Fingern in die Erde ein; es geht so schwer, alles es hart, die kümmerlichen Brocken, die ich der Erde abtrotze, werfe ich auf mich, baue sie vor mir auf. Die Wunde blutet, ich habe nichts zum Verbinden; mit den nassen Kleidern liege ich in der eiskalten Erde …

Ohne Waffen, ohne Kompaß, dem Tode nahe, macht er sich in der Dunkelheit auf den Weg, einen Stern am russischen Himmel als treuen Wegweiser. Er ge-rät in ein russisches Dorf und erzwingt sich bei einem alten russischen Ehepaar den Einlaß in dessen Hütte.

Ihre trübe Lampe beleuchtet nur matt den Raum ein Tisch, eine Bank, ein alter Schrank. In der Ecke schnarcht auf einem etwas schrägen Brett ein grauer Mann; er ist sicher siebzig Jahre alt. Das Brett ist die Schlafstatt für beide. Wortlos gehe ich hin und lege mich auch drauf; was soll ich auch sagen, ich kann ja nicht Russisch. 

Daß ich nichts Böses will, haben sie indessen wohl gemerkt und gesehen. Zerlumpt, barfuß, die Hemdreste mit Blut verklebt, hart verkru-stet, kann ich eher ein gejagtes Wild sein als ein Verbrecher. So liege ich, die Alte hat sich auch wieder dazugelegt, über uns das trübe Licht. Ich komme nicht auf den Gedanken zu fragen, ob es etwas für meine Schulter oder die zerschnittenen Füße gibt – ruhen, sonst nichts.

Rudel beim Führer

Hitler bedankt sich bei Rudel, dessen ungeheure Leistung anerkennend. Er erteilt ihm „Flugverbot“, die Ruhe und der Abstand zur Front sollen Rudel Erholung ermöglichen. Er lehnt ab. Er muß zurück zu seinen Kameraden an die Front.

„Dann fliegen Sie!“ antwortet der Führer, der ihn versteht.

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